Wie funktioniert die Eingewöhnung?

Mama ist weg, stattdessen überall fremde Menschen: Für Kinder bedeutet eine neue Lebenssituation und Veränderungen im gewohnten Tagesablauf – Stress. Eine ruhige, stressfreie und im Vorfeld besprochene Eingewöhnen ist somit wichtig.

Wie können Sie Ihr Kind  vorbereiten?

Wie gut eine Eingewöhnung funktioniert, hängt von mehreren Faktoren ab, etwa dem Charakter des Kindes. Aber manches können Eltern beeinflussen. Kinder, die Kontakt mit anderen haben, etwa mit Geschwistern, die zu einer Spielgruppe gehen oder oft bei den Großeltern sind, gewöhnen sich meist leichter ein. Förderlich sei auch, wenn sich beide Eltern gleichermaßen um das Kind kümmern und es nicht nur auf die Mutter oder auf den Vater fixiert ist. Noch wichtiger ist aber, dass sich die Eltern selbst auf die Trennung einstellen und positiv damit umgehen.

Wie läuft die Eingewöhnung ab?

Am Anfang steht ein Aufnahmegespräch mit der Leitung oder der Vertretung. Hier bekommen Sie datenbezogene Unterlagen für Ihr Kind und es werden unter anderem Fragen zur Entwicklung, eventuellen Allergien und den Betreuungszeiten  des Kindes geklärt.

In den ersten zwei, drei Tagen besucht das Kind die Gruppe mit der begleitenden Bezugsperson für ein bis zwei Stunden. Hier bitten wir die Eltern gegen 9.15 Uhr in der Kita zu sein. Bitte bringen Sie sich auch Wechselschuhe mit.

Das Kind darf einfach zugucken. Die Bezugserzieher beobachten es und es erfolgt eine Kontaktaufnahme zum Kind und seinen Eltern. Am vierten oder fünften Tag versucht man eine erste Trennung. Mutter oder Vater gehen für maximal eine halbe Stunde aus dem Raum. Hat dies funktioniert, wird die Zeit in Absprache mit den Eltern und der pädagogischen Fachkraft, Tag für Tag gesteigert.

Wie gewöhnen sich Eltern ein?

Wenn das Kind in die Krippe kommt, ist das eine emotionale Ausnahmesituation. Wenn dann die erste Trennung erfolgen soll, merken viele Eltern, dass es ihnen schwerer fällt als gedacht, ihr Kind abzugeben. Das Loslassen gelingt, wenn man Vertrauen zu den Erziehern hat.

Je kleiner das Kind, desto größer muss das Vertrauen sein. Daher raten wir, jede Gelegenheit zu nutzen, die Kita kennenzulernen und sich auf eine gleichberechtigte Erziehungspartnerschaft einzulassen.

Nutzen Sie unser Kinder- und Familienfest, welches auch gleichzeitig Tag der offenen Tür in unserer Kita ist oder vereinbaren Sie einen Besichtigungstermin bei der Leitung.

Wie schlimm ist Weinen?

Zunächst einmal: Weint das Kind, weil es sich nicht wohlfühlt? Oder beim Abschied? Anfangs weinen viele Kinder morgens beim Abgeben. Fünf Minuten später sind sie vergnügt und spielen den ganzen Tag fröhlich. Für die Eltern ist das Weinen oft schlimm, aber für das Kind ist es ein Ausdruck der Gefühle.

„Und warum sollte sich das Kind freuen, wenn Mama oder Papa weggehen?“

Wichtig: Das Kind darf seine Gefühle äußern und wird damit nicht allein gelassen. Nie sollten sich Eltern davonschleichen, um das Weinen zu umgehen. Das löst beim Kind große Verunsicherung aus. Es versteht nicht, warum Mama oder Papa plötzlich weg sind.

Suchen Sie den Kontakt zu den Bezugserziehern und überlegen gemeinsam, was dem Kind helfen könnte und wo Sie auch als Sorgeberechtigte ohne Wehmut zur Arbeit fahren können.

Was braucht mein Kind für die Krippe und im Kindergarten

Mit diesen Dingen ist es gut ausgerüstet (am besten mit Namensetikett versehen oder mit Permanentmarker beschriften):

  • Feuchttücher und Windeln zum Wickeln
  • Wechselkleidung (Bodys, Shirt, Hose, Socken), falls ein Malheur passiert
  • Hausschuhe oder Stoppersocken, damit es gut zu Fuß ist
  • Kuscheltier und Schnuller für das Mittagsschläfchen
  • Gummistiefel, Regenjacke und Matschhose zum Spazierengehen und Pfützenhüpfen
  • Trinklerntasse oder Fläschchen, falls es das noch braucht
  • bei Allergien oder für Babys: Spezial- beziehungsweise Säuglingsnahrung
  • Schlafanzug/ T- Shirt/ Schlafsack bis zum 2. Lebensjahr
  • Wundcreme wenn nötig
  • einen abwaschbaren Plastebeutel (keine Plastetüte)für Schmutzwäsche
  • Passbilder für den Garderobenhaken, Handtuchplatz, Eigentumsfach usw.

			
			
			

		

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